Interesse an einer Existenzgründung hat sich „praktisch halbiert“

ExistenzgründungDie Bereitschaft, sich beruflich auf eigene Füße zu stellen, ist in Deutschland deutlich gesunken. Insbesondere die geringe Gründungsneigung im internationalen Vergleich bereitet Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Sorgen.
„Heute gibt es 48 Prozent weniger Gründungen als im Jahr 2004“, sagte Evers der „Frankfurter Rundschau“. Damit habe sich das Gründungsinteresse über die Jahre parallel zum Rückgang der Arbeitslosigkeit praktisch halbiert. Im internationalen Vergleich belege Deutschland unter den fortschrittlichen Industrienationen  mittlerweile den letzten Platz.

Noch unausgeschöpftes Potenzial sieht der DIHK-Experte bei Gründerinnen: „Viele Frauen sind gründungsinteressiert. Das zeigt sich an der hohen Zahl der Gespräche zur Selbstständigkeit, die die Industrie- und Handelskammern mit Frauen führen.“ Am Ende würden jedoch nur wenige tatsächlich den Schritt in die Selbstständigkeit wagen oder sich für eine Gründung im Nebenerwerb entscheiden. Hier könnte laut Evers die Herausforderung, ein eigenes Unternehmen mit der Familie zu vereinbaren, eine Rolle spielen.

Um die Gründungsdynamik in Deutschland voranzutreiben, müssten die Rahmenbedingungen für Firmengründer angepasst werden, mahnte er. Großes Verbesserungspotenzial bestehe bei der Bürokratie. „Plant man beispielsweise in Berlin ein Restaurant zu eröffnen, müssen bis zu elf verschiedene Institutionen kontaktiert werden“, führte der Gründungsexperte aus.

Alle diese Schritte bei einer Institution zu bündeln, nach dem Motto „Alles-aus-einer-Hand“, könnte den Gründungsprozess erleichtern und beschleunigen, gab Evers zu bedenken. Vorreiterland sei Rheinland-Pfalz, wo man aus einer Hand eine Gründungsberatung bekomme und anschließend direkt sein Gewerbe anmelden könne.

Sie haben eine Geschäftsidee und wollen sich selbstständig machen? Gratulation, ein großer Schritt, der auf jeden Fall mutig ist. Was kann ich jetzt eigentlich genau für Sie tun?

Eventuell benötigen Sie Unterstützung beim Thema Rechtsformwahl oder vielleicht bei der Frage, welche Behörden wie und wann informiert werden müssen. Oder Sie fragen sich einfach, wie Sie Ihre tolle Idee in Zukunft bekannt machen möchten. Sie überlegen, noch ob Sie die Buchführung selbst ausüben möchten oder diese lieber auslagern wollen. Bei all diesen Fragen kann ich Sie unterstützen und durch das Dickicht der Bürokratie führen. Ideen sollen dabei gefördert und zu Produkten ausgearbeitet werden, die eine Chance auf dem Markt haben – damit der Traum, sein eigener Chef zu sein, nicht nur ein Traum bleibt.

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Buchtipp „Kopf schlägt Kapital“ – mit wenig Kapital Unternehmer werden

Dieses Buch, wer es noch nicht kennt, ist für angehende Entrepreneure, aber auch für UnternehmerInnen, die bereits etabliert sind.

Kopf schlägt Kapital - Prof Faltin

Pressestimmen

»Der Unternehmer und Entrepreneurship-Professor räumt mit dem Vorurteil auf, Gründer müssten betriebswirtschaftliche Tausendsassas sein. Ein echter Mutmacher mit Überzeugungskraft!«
enable (Financial Times Deutschland)

Kurzbeschreibung
Viele glauben zu wissen, wie es geht. Wenige tun es wirklich. Noch weniger sind damit erfolgreich. Nämlich damit, ein Unterne

hmen zu gründen. Günter Faltin, Gründer der Teekampagne, weiß aus Erfahrung, worauf es ankommt: ein Ideen-Kunstwerk zu schaffen aus vorhandenen, jedermann zugänglichen Komponenten. Den Kopf freizuhalten für die wichtigen Fragen. Den Horizont im Auge zu behalten, statt in den Alltagsanforderungen unterzugehen. An vielen Beispielen zeigt er, wie jeder ganz praktisch an eigenen Ideen arbeiten kann – je unkonventioneller man denkt, umso besser!

Klappentext
Viele glauben zu wissen, wie es geht. Wenige tun es wirklich. Noch weniger sind damit erfolgreich. Etwas ist falsch an der Art, wie wir versuchen Unternehmen zu gründen.

Dabei geht es auch ganz anders: Ein Ideen-Kunstwerk schaffen und das eigene Unternehmen aus vorhandenen, jedermann zugänglichen Komponenten zusammensetzen. Den Kopf freihalten für die wichtigen Fragen. Den Horizont im Auge behalten, statt in den Alltagsanforderungen unterzugehen.

Nur ein schöner Traum? Keineswegs. Wer heute erfolgreich gründen will, muss sogar so vorgehen. Günter Faltin zeigt an vielen Beispielen, wie jeder ganz praktisch an eigenen Ideen arbeiten kann, sie wie ein Puzzle kombiniert und daraus etwas Neues schafft – das eigene Unternehmen. Je unkonventioneller man denkt, um so besser!

Buchhaltung und Rechnungswesen? Sollte ein Gründer denen überlassen, die das schnell, zuverlässig und zu niedrigen Preisen erledigen. Versand, Verpackung und Logistik? Auch dafür gibt es Profis.

Günter Faltin lehrt seine Methode seit vielen Jahren – und ist damit sehr erfolgreich: Die von ihm gegründete „Teekampagne“ funktioniert nach diesem Modell: Sie hat mehr als 180.000 Kunden, ist das größte Teeversandhaus Deutschlands und der größte Importeur von Darjeeling-Tee weltweit. Eine ganze Reihe weiterer Unternehmen, die im Umfeld des Hochschullehrers entstanden, wenden seine Prinzipien erfolgreich an.

Dieses Buch ist die Chance für Menschen mit Ideen, die engagiert sind, die etwas verbessern wollen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar